Ehrenamtliche Hilfe
So können Sie helfen:
Für
viele Menschen ist es eine wunderbare Aufgabe, sich ehrenamtlich im
Tierschutz zu engagieren. In unseren acht Tierheimen freuen sich Hunde
über die „Gassigänger“, die ihnen das Leben im Tierheim versüßen und
den Aufenthalt im Zwinger verkürzen.
"Gassigänger" werden
Unsere Hunde
können an den Besuchstagen (dienstags bis samstags) von 13:00 bis
14:30
Uhr Gassi geführt werden.
Die Ausgabe der Hunde erfolgt nur von 13 Uhr bis 13.15 Uhr,
die Rücknahme von 14.15 Uhr bis 14.30 Uhr. In der Zwischenzeit
können wir keine Hunde annehmen, da wir mit denen, für die keine
Gassigeher gekommen sind, selbst unterwegs sind. Die wollen schließlich
auch raus..
An den Ruhetagen (sonntags, montags und feiertags) können Sie ebenfalls ab 13:00 Uhr mit einem unserer Tierheimhunde auf die Wiese. An diesen Tagen ist keine Vermittlung und Hund muss nicht um 14.30 "auf der Matte stehen". Das bedeutet, dass die Hunde an diesen Tagen zweimal Gassi gehen können. Die 1. Runde ist von ist 13 Uhr bis 15 Uhr, die 2.Runde von 15.30 bis 17.30 Uhr.
Abendgassi:
Damit unseren Hunden die Zeit bis zum nächsten Morgen nicht zu lang
wird, gibt es Mittwoch, Donnerstag und Freitag unsere Abend
Gassizeiten. Die Vierbeiner freuen sich an diesen Tagen von 17.45 Uhr bis 19.30 Uhr auf einen schönen Spaziergang.
Gassi-Geh-Zeiten im Überblick:
täglich
13.00 bis 14.30 Uhr
sonntags, montags und feiertags
1.Runde von 13 Uhr bis 15 Uhr
2.Runde von 15.30 bis 17.30 Uhr
zusätzlich
mittwochs, donnerstags, freitags
von
17:45 Uhr bis 19:30 Uhr
Die Ausgabe der Hunde erfolgt ausschließlich von
17:45 Uhr bis 18:15 Uhr,
die Annahme erfolgt ausschließlich von
19:15 Uhr bis 19:30 Uhr.
In der Zwischenzeit können wir die Hunde nicht annehmen. Wir sind dann
mit denen, für die sich keine Gassigeher gefunden haben, unterwegs.
Haben Sie Lust, uns aktiv zu helfen?
Auch
Handwerker sind in all unseren Tierheimen gefragt, denn in so großen
Betrieben gibt es immer mal etwas zu reparieren, zu bauen oder zu
planen.
Kräftige Unterstützung brauchen wir bei unseren
zahlreichen Festen und sonstigen Veranstaltungen. Vom Kuchenbäcker,
über Hilfen beim Aufbau und Verkauf gibt es immer viel zu tun.
Nachkontrolleure gesucht
Nachkontrollen
sind unverzichtbare Maßnahmen in der praktischen Tierschutzarbeit. Nur
so kann sichergestellt werden, dass es den vermittelten Tieren in ihrem
neuen Zuhause auch wirklich und dauerhaft gut geht. Nachkontrollen
werden von engagierten Ehrenamtlichen durchgeführt – eine der größten
und wichtigsten Unterstützungen für die bmt-Tierheime. Wir suchen
ständig Ehrenamtliche, die Nachkontrollen für uns durchführen.
Lesen
Sie am Beispiel unseres Tierheims in Kassel, wie solche Besuche
ablaufen, und welche Voraussetzungen Sie für dieses Ehrenamt mitbringen
sollten.
Im Sommer 2006 kommt eine junge Familie in die
Wau-Mau-Insel. Sie wünschen sich einen Welpen – und gehen schließlich
mit zwei Hundesenioren nach Hause. Für die beiden Freunde, den 12
jährigen Neufundländer Barny und den 11 Jahre alten Mischling Charly,
scheint sich nun doch noch alles zum Guten gewendet zu haben, nachdem
die Hunde lange im Tierheim um ihr verlorenes Zuhause getrauert hatten.
„Es ist, als seien wir schon immer zusammen gewesen“, erklären
die neuen Besitzer bei der ersten Nachkontrolle, die das Tierheim
obligatorisch nach erfolgten Vermittlungen durchführt. Fünf Monate
später werden die Hunde im leeren Haus zurückgelassen von Nachbarn
entdeckt.
„Oft ändern sich Lebenssituationen so plötzlich“,
sagt Adelheid Buse, „dass die durch Arbeitsplatzverlust, Trennung vom
Partner, Krankheit oder Umzug überforderten Menschen ihrem Tier nicht
mehr gerecht werden können.“ Die pensionierte Lehrerin koordiniert seit
über 17 Jahren die Nachkontrollen für das Tierheim in Stadt und
Landkreis Kassel und im Schwalm-Eder-Kreis bis Göttingen, Eschwege und
Waldeck. Mit derzeit 14 Ehrenamtlichen prüft sie, ob die
Haltungsbedingungen auch nach Monaten noch halten, was die
Interessenten bei Übernahme des Tieres versprachen.
„Es kann,
wie obiger Fall zeigt, entscheidend ein“, erklärt Adelheid Buse, „die
Nachkontrollen nicht schon nach wenigen Wochen durchzuführen.“ Je
später ein vermitteltes Tier besucht wird, desto deutlicher können die
erfahrenen Ehrenamtlichen erkennen, ob ein Tier sich wohl fühlt, von
allen im Haus akzeptiert wird, ein angstfreies Verhältnis zu der
Familie aufbauen konnte oder entgegen der Absprache im Zwinger gehalten
wird.
Alle Nachkontrollen finden grundsätzlich unangemeldet
statt. Diese Praxis hat nichts mit Misstrauen gegenüber den neuen
Besitzern zu tun, sondern dient einzig dem Wohl des Tieres. „Uns geht
es ja nicht darum, ein gut gehaltenes Tier zurück ins Tierheim zu
bringen“, beschreibt Adelheid Buse die manchmal nicht ganz
spannungsfreie Situation zwischen Kontrolleuren und den neuen
Tierhaltern. Ca. 90%- 95% aller überprüften Vermittlungen sind in
Ordnung; die meisten Besuchten freuen sich oder zeigen zumindest
Verständnis dafür, dass der bmt weiterhin ein berechtigtes Interesse an
einer guten Haltung seiner Schützlinge hat.
Bei einer Adoption
unterschreiben die neuen Halter, dass der bmt Eigentümer am Tier
bleibt. Sie selbst sind die Besitzer des Tieres und verantwortlich für
dessen Wohlergehen. Verschlechtern sich die Haltungsbedingungen für ein
Tier oder wird es widerrechtlich an Dritte weitergegeben, hat der bmt
das Recht, das Tier zurück zu holen.
„Wenn wir Haltungen zu
beanstanden haben, machen wir erst einmal Auflagen“, sagt die
langjährige Ehrenamtliche. „Einige sind einsichtig und nach unserem
Gespräch bereit, die Lebensumstände für das Tier zu ändern – andere
nicht; sie werden böse und beschimpfen uns.“ Die Einsichtigen haben die
Auflagen des Tierheims bei der nächsten Nachkontrolle erfüllt, die
aggressiv gewordenen Tierhalter in der Regel nicht.
Bei ihnen
sitzen dann Hunde im Zwinger, einsame Kaninchen im Keller oder sind
Tiere verkauft, eingeschläfert oder ohne nähere Angaben an Unbekannte
abgegeben worden. Gelingt es dem bmt, die aktuellen Besitzer zu
ermitteln und halten sie das Tier artgerecht, wird ein neuer Vertrag
geschlossen.
Und die Ehrenamtlichen machen sich erneut auf den
Weg, um sich fast 800 Tierhaltungen pro Jahr zu besuchen. Sie fahren
oft mehrere Male hintereinander umsonst zu der angegebenen Adresse,
weil sie niemanden antreffen. Und wenn endlich jemand daheim ist, kann
es passieren, dass man sich als ungebetener Gast fühlt und mit der
Bemerkung abgefertigt wird, man solle sich doch rechtzeitig anmelden!
Aber
auch hierüber besteht eine vertragliche Vereinbarung, auf die verwiesen
werden kann. „Ich bleibe immer höflich und bestimmt“, sagt Adelheid
Buse, „denn diese Besuche dienen dem Schutz unserer Tiere – das ist das
einzige, was zählt.“
Können Sie einen Pflegeplatz für Tiere anbieten?
Bei
uns werden immer wieder Tiere abgegeben, die in dem normalen
Tierheimbetrieb nicht glücklich sind oder intensiver versorgt werden
müssen als andere. Für diese Vierbeiner, ob Hund, Katze oder Kleintier,
suchen wir liebevolle Pflegefamilien. Wenn Sie Zeit, Platz und vor
allem Erfahrung im Umgang mit Tieren haben, dann würden wir uns sehr
über Ihre Rückmeldung freuen.